Die digitale Zukunft der Zahnarztpraxis

Sowohl private Anbieter als auch der Gesetzgeber drängen Zahnarztpraxen zunehmend, innovative digitale Lösungen zum Einsatz zu bringen. Manchmal heißt die Begründung Wirtschaftlichkeit, manchmal steht die Verbesserung der Versorgung im Vordergrund. Doch welche Entwicklungen sind die wirklichen Treiber, welche Produkte und Dienste haben das Zeug zu echter Disruption?

Digital? – Bin ich schon!

Tatsächlich ist die Digitalisierung der Zahnarztpraxis bereits weit fortgeschritten. Digitales Röntgen, digitale Abrechnung, Factoring und sogar digitale Abdrücke sind in vielen Praxen bereits gelebter Alltag. 

Doch wenn es um geschlossene digitale Workflows geht, ist häufig noch viel Potential zu erkennen. Dies betrifft z.B. die Zusammenarbeit mit zahntechnischen Laboren bei der Auftragsbearbeitung, Krankenkassen bei Genehmigungsprozessen oder  bei der Einbeziehung der Patienten in die vielschichtige Kommunikation.

Die nächste Herausforderung, die es zu bewältigen gilt, heißt daher Vernetzung! Für eine nahtlose Prozessautomatisierung über viele Beteiligte hinweg muss die Praxis zur Kommunikationszentrale werden, die Patienten, Partner, Kostenträger und Lieferanten miteinander verbindet. Die Telematik-Infrastruktur ist hierfür ein erster Schritt, kann aber die wesentlichen Zukunfts-Probleme der Praxen nicht bedienen.

Wachsen, aber wie?

Die Dentalbranche ist heute von zwei wesentlichen Trends betroffen. Vor allem kleinere Praxen klagen über Personalnotstand. Der Beruf der ZMF wird als zunehmend unattraktiv wahrgenommen, Nachwuchs ist Mangelware. Dies ist bereits heute für einige Praxen zum Wachstumshemmnis, wenn nicht sogar existenzbedrohend geworden. Prozessautomatisierung und –verschlankung sind dringend notwendig, um dem Arbeitsanfall begegnen zu können. Outsourcing ist dabei ein wichtiges Instrument.

Gleichzeitig entstehen, getrieben durch Investoren, immer größere Praxisstrukturen, die überregional Standorte eröffnen und dazu kaufen. Für diese stellt sich vor allem die Frage nach der Skalierbarkeit. Grundlage dafür ist in der Regel Standardisierung, die auf validen und konsolidierten Daten beruht. Dies ist in Zeiten nicht vernetzter Einzelstandorte ein echtes Problem. Von den Schwierigkeiten einer KZV-übergreifenden Abrechnung mit nur einer Zulassung ganz zu schweigen!

Was wäre wenn…?

Was wäre, wenn es in diesem Umfeld eine Praxissoftware gäbe, die …

… über das Internet als Dienstleistung in die Praxis kommt, einfach über einen Browser bedient wird und eigene Updates genauso wie Backups ersetzt?

… Patientendaten verschlüsselt, so dass die Zusammenarbeit mit Partnern über das Internet einfacher und sicherer wird?

… Dinge wie Kataloge, Preise, Komplexe, Materialien oder Dokumentations-Elemente zentral konfiguriert und so vielen Standorten zugänglich macht?

… mit zentraler Datenhaltung endlich konsolidierte Statistiken ermöglicht?

… durch eine vernetzte Architektur auch Kernprozesse wie Heil- und Kostenplanung oder Rezeptionsdienste zentralisieren bzw. auslagern kann?

… umfassend mobile Endgeräte, vom Patienten bis ins Behandlungszimmer, von der Anamnese bis zum 01 Befund unterstützt?

… es das alles schon gibt?

In vielen Bereichen des (Wirtschafts-)Lebens ist all das genannte bereits Standard. In der Zahnarztpraxis muss es das noch werden, aber teemer ist auf einem guten Weg. Die aktuellen Trends zugrunde gelegt, ist teemer perspektivisch das einzige sinnvolle Praxissystem, um in kleinen Praxen die Komplexität zu reduzieren und Outsourcing-Potentiale zu heben. Für große Praxisstrukturen bietet es die einmalige Grundlage um Skalierbarkeit auf Basis valider Daten zu schaffen.

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